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Labertaler Kirchen-Tour

kircheMit dem Zug ins und durchs Tal der Kleinen Laber
Das Labertal ist geprägt durch den naturbelassenen, mäandrierenden Fluss, die bewaldeten Höhenzüge zu beiden Seiten, ansehnliche Orte und die vielen Kirchen, die man bei der Fahrt entlang der Laber schon von Weitem sieht.

Start:
Bogen oder Straubing, Fahrt mit dem Zug bis Oberlindhart

1. Halt in Oberlindhart:
Filialkirche Oberlindhart St. Johannes der Täufer – ältester Kirchenbau zwischen Regensburg und Passau, äußerlich von gotischen Stilelementen bestimmt, für die Langhausmauern vorromanisches Alter nachgewiesen. Turmunterteil romanisch. Ausstattung vorwiegend neugotisch, Masken und Akanthusrankenwerk am Gestühl um 1680 (im Sommer geöffnet bis zum Gitter).

2. Halt in Niederlindhart:
Kath. Pfarrkirche Westen Mariä Opferung – auffallend repräsentativer spätgotischer Bau mit hohem Turm: „Dom des Labertals“. Archäologisch belegt ist eine vorromanische Kirche an gleicher Stelle. Im Inneren dominieren Werke von Chr. Jorhan (Altarfiguren) und M. Obermayr (Kanzel) und die prächtige Rokoko-Ausstattung (tägl. bis zum Gitter geöffnet). Im Friedhof Denkmal für die „Gipfel-Konferenz von Lindhart“, ein Treffen bedeutender Kirchenmänner im Jahr 740.

Abstecher nach Pfaffenberg:
zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur spätbarocken Kirche St. Petrus (geöffnet bis zum Gitter) und zum Zollhof hinauf, schöner Blick übers Labertal!

3. Halt in Mallersdorf:
1109 gegründetes ehem. Benediktinerkloster - von der spätromanischen Basilika ist die Doppelturmfassade mit dem Westportal erhalten. Chor spätgotisch. Innen heller Rokokoraum mit Hochaltar von I. Günther (geöffnet bis zum Gitter; Führung nach Anmeldung im Pfarramt, Tel. 08772/265). In der klostereigenen Brauerei wird von Braumeisterin Sr. M. Doris das bekannte Mallersdorfer Klosterbier gebraut (Führungen: Kloster Mallersdorf, Tel. 08772/690-0).

4. Halt in Sallach:
Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Sallach (tagsüber geöffnet) – Neubau 1613, dabei Chorturm und Westwand des romanischen Vorgängers weiter verwendet, 1725 gewölbt und 1896 nach Norden verlängert. Deckengemälde von M. Günther, Stukkaturen von F.-X. Feichtmayr. Schönes Ensemble mit dem ehem. Schloss (Privatbesitz) von 1595 direkt hinter der Kirche. Im Angerdorf Sallach einige hölzerne Bauernhäuser.

5. Halt in Geiselhöring:
Typischer, bayerischer Straßenmarkt (14. Jh., heute Stadt) mit meist giebelständigen Häusern des 16. - 19. Jh., historisches Rathaus von 1525. Im Südwesten die Kirche St. Jakob am Lins mit romanischem Schiff, im Nordosten die prachtvolle, barocke Stadtpfarrkirche St. Petrus und Erasmus (tagsüber geöffnet), nach 1760, Ausstattung von F.-X. Feichtmayr, Deckengemälde von M. Günther.

Abstecher nach Haindling:
Auffällige Doppelkirchenanlage mit 2 Zwiebeltürmen malerisch am Hang gelegen: Einer der ältesten Wallfahrtsorte im Bistum. Kath. Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt: Von der ursprünglichen gotischen Hallenkirche Chor und Turmunterteil erhalten, das Schiff um 1720 barock umgestaltet zur Wandpfeileranlage. Dominierend der Hochaltar mit Altarblatt von J. A. Merz 1728/29. Daneben die nach 1621 ebenfalls aus gotischem Kern umgebaute Filialkirche Hl. Kreuz mit überwölbtem Umgang und Kanzel. Beide Kirchen in ummauertem Friedhof mit barockem Kreuzweg.

Die Bahn:
Die Züge fahren von Bogen, Straubing, Geiselhöring, Sallach (Lokführer Haltewunsch mitteilen!), Mallersdorf (Lokführer Haltewunsch mitteilen!) und Niederlindhart von Mo-Fr stündlich, Sa+So alle 2 Stunden. Am günstigsten reisen Sie zwischen Bogen und Oberlindhart mit dem Tagesticket der Gäubodenbahn für 6,50 € (1 Pers./1 Tag zwischen Mo-Fr ab 9 Uhr, Sa oder So den ganzen Tag ohne Zeitbegrenzung).
Alternative:
Die Strecke kann auch mit dem Fahrrad auf dem Labertalradweg gefahren werden.

Infos:
 Wegstrecke: ab Bogen ca. 52 km, ab Straubing
 Dauer: ca. 6 Stunden



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