Barock und Rokoko |
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Der überschwengliche Baustil des Barock (hier etwa 1650 - 1780) war Ausdruck der Lebensfreude nach dem 30-jährigen Krieg im Zeichen der Gegenreformation und des Triumpfes der katholischen Lehre in Altbayern. Kirchenbauten werden zu einem Gesamtkunstwerk aus Architektur, Malerei und Plastik. Ein "Theatrum sacrum" (heiliges Theater) sollte entstehen mit einem reich geschmück- ten Altar als Bühne. Das Tageslicht, das durch große, rundbogige Fenster einfällt, spielt als Stilmittel im Gesamteindruck eine große Rolle. Geschwungene Formen im Grundriß, an den Decken und den Turmbekrönungen (Zwiebelhauben) waren modern. Die Spätphase des Barock im 18. Jahrhundert, das Rokoko brachte eine nochmalige Übersteigerung barocker Kunst. Nicht alle Kirchen sind im Barock neu gebaut worden. Vielfach beschränkte man sich aus Geldmangel auf den Umbau älterer Anlagen, verbunden mit einer neuen Ausstattung und Ausgestaltung des lnnenraumes. Die staatlich verordnete Auflösung der Klöster (Säkularisation) im Jahre 1803 brachte einen tiefen Einschnitt in der Entwicklung. Im Historismus des 19. Jahrhundert greift man alte Baustile in auffällig exakter Form wieder auf. Besonders die Neu-Romanik und Neu-Gotik prägten Architektur und Ausstattung von Kirchenbauten. |
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